Schnorcheln in Tavolara: Fische und Wissenswertes

Beim Schnorcheln in Tavolara und Molara beobachtet man eines der eindrucksvollsten Meere des Mittelmeers.
Die Insel liegt innerhalb des Meeresschutzgebiets Tavolara – Punta Coda Cavallo, das sich entlang der nordöstlichen Küste Sardiniens zwischen Capo Ceraso und San Teodoro erstreckt. Es umfasst Inseln wie Tavolara, Molara und Molarotto sowie Meeresbereiche und Meeresböden, die wegen ihrer Artenvielfalt und des besonders klaren Wassers geschützt sind.
Dieser Küstenabschnitt bietet selbst Menschen ohne Erfahrung die Möglichkeit, eine farbenfrohe und lebendige Unterwasserwelt zu entdecken: Die Meeresböden sind abwechslungsreich und wechseln zwischen Felsen, Sand und Posidonia-Seegraswiesen. Diese große Vielfalt macht Tavolara zu einem idealen Ziel für Familien, Kinder und Anfänger.
Es ist einer dieser Orte, an denen es genügt, die Maske ins Wasser zu tauchen, um sich plötzlich von Meeresleben umgeben zu fühlen.
Inhaltsverzeichnis
Praktische Tipps, um das Schnorcheln optimal zu genießen
Schnorcheln ist eine einfache und wunderschöne Erfahrung, doch mit einigen kleinen Vorsichtsmaßnahmen kann sie noch angenehmer, sicherer und umweltfreundlicher werden. Einige Verhaltensregeln helfen dabei, Fische leichter zu beobachten, Unannehmlichkeiten zu vermeiden und dieses empfindliche Ökosystem zu schützen. Hier sind einige praktische Tipps, um das Schnorcheln optimal zu genießen.
- Eine bequeme, gut anliegende, aber nicht zu enge Maske sowie einen Schnorchel mit Mundstück in der richtigen Größe verwenden
- Langsam und horizontal schwimmen, um Fische nicht zu erschrecken, kein Sediment aufzuwirbeln und sich nicht zu ermüden
- Meeresorganismen niemals berühren – einige können brennen, außerdem schadet es ihnen – und weder Muscheln noch Sand sammeln
- Den Fischen niemals etwas zu fressen geben
- Für Kinder bieten Schwimmhilfen mehr Sicherheit und Komfort
- Eine wassergeeignete Sonnencreme verwenden, aber Körper- und Haaröle vermeiden, da sie der Umwelt schaden
Wann man in Tavolara schnorcheln sollte
Am frühen Morgen ist das Meer meist ruhiger und das Licht intensiver: Die Sonne glänzt auf der Oberfläche und ihre Strahlen dringen in die Tiefe, wodurch man unter Wasser eine gute Sicht hat – genau in der Phase, in der das Meeresleben am aktivsten ist.
Am späten Nachmittag nimmt das Licht ab und die Unterwasserwelt verlangsamt allmählich ihren Rhythmus. Einige Fische bereiten sich auf eine Ruhephase vor, während andere Organismen sich auf ein intensives Nachtleben einstellen.
Somit ist jede Tageszeit eine gute Gelegenheit zum Schnorcheln.
Im Laufe des Jahres verändert sich die Wassertemperatur je nach Jahreszeit. Die idealen Monate zum Schnorcheln sind die Sommermonate, wenn das Wasser am angenehmsten ist.
Im Frühling ist das Wasser noch etwas kühl; mit einem leichten Neoprenanzug wird das Erlebnis jedoch deutlich angenehmer. Wenn die Wetterbedingungen günstig sind, ist auch der Oktober ein perfekter Monat, um Maske und Schnorchel anzulegen: Das Wasser ist noch angenehm warm und das Meer deutlich weniger überlaufen.
Die häufigsten Fische, die man beim Schnorcheln beobachten kann
In Tavolara und auf den nahegelegenen Inseln kannst du viele typische Arten des Mittelmeers antreffen, besonders in Bereichen, in denen sich Felsen, Sand und Posidonia-Seegraswiesen abwechseln.
Einige Fische bewegen sich in kleinen Gruppen nahe an den Felsküsten, andere bevorzugen flachere und ruhigere Meeresböden. Deshalb kann Schnorcheln in den verschiedenen Buchten und Baien – oft schon nach wenigen Minuten – immer wieder neue Beobachtungen ermöglichen.
Brandbrasse (Oblada melanura)
Sie gehören zu den häufigsten Fischarten im Meeresschutzgebiet Tavolara – Punta Coda Cavallo – es ist fast unmöglich, ihnen nicht zu begegnen!
Sie sind silbrig gefärbt und verdanken ihren gebräuchlichen Namen einem runden schwarzen Fleck nahe der Schwanzflosse, der wie ein großes Auge aussieht.
Oft schwimmen sie in Schwärmen; sie sind gefräßig, schnell und neugierig. Deshalb nähern sie sich häufig vor Anker liegenden Booten, in der Hoffnung, etwas Futter zu finden.
Denke daran, den Fischen nichts zu fressen zu geben – ihre Ernährung ist anders als unsere!

Mönchsfisch (Chromis chromis)
Auch die Mönchsfische gehören zu den sehr häufigen Fischarten.
Sie sind klein und an ihrer dunklen Färbung sowie an der typischen, schwalben- bzw. scherenförmigen Schwanzflosse gut zu erkennen.
Wenn sie zahlreich sind, bilden sie Schwärme wie kleine Wolken, die sich langsam bewegen und bei einem Angriff eines Raubfisches plötzlich geschlossen davonschießen.
Eine Besonderheit: Mit dem Wachstum ändern sie ihre Farbe! Als Jungfische sind sie „elektrisch blau“, während sie als Erwachsene schwarz werden. Beim Schnorcheln in Tavolara und Molara wirst du ihnen mit Sicherheit begegnen.

Geißbrasse (Diplodus)
Richtet man den Blick von der Oberfläche zum Meeresboden, wo das Wasser tiefer ist, wird man mit großer Wahrscheinlichkeit einige Goldbrassen entdecken.
Es gibt verschiedene Arten; am einfachsten zu erkennen – und vielleicht auch die häufigste – ist die sogenannte Streifen-Goldbrasse.
Ihr Körper ist silbrig gefärbt und weist zwei senkrechte schwarze Bänder auf: eines nahe der Schwanzflosse und das andere in Kopfnähe.
Sie lebt sowohl in kleinen Gruppen als auch in großen Schwärmen und bewegt sich in unterschiedlichen Lebensräumen. Daher kann man sie sowohl in der Nähe von Felsen als auch an den Posidonia-Seegraswiesen beobachten.

Meerpfau (Thalassoma pavo)
Beobachtet man das geschäftige Leben rund um die Felsen, wird man mit Sicherheit die Pfauenlippfisch-Dame entdecken.
Sie ist einer der farbenprächtigsten Fische des Mittelmeers!
Sie bewegt sich flink und schnell und scheint kleine Unterwasserflüge in alle Richtungen zu machen.
Ihr Kopf ist rundlich und sehr bunt, mit blauen, roten und orangefarbenen Streifen.
Ein kleiner Trick, um sie aus der Nähe zu beobachten: Reibe den Finger vorsichtig über die Felsen – dadurch wird etwas Schwebstoff aufgewirbelt, der die Fische anzieht.
Eine Besonderheit: Männchen und Weibchen haben unterschiedliche Farben!

Rote Meerbarbe (Mullus barbatus)
Sie bewegen sich über den sandigen Meeresboden. Unmöglich, sie nicht zu erkennen, denn unter ihrem Maul haben sie zwei Barteln – wie kleine Schnurrhaare –, mit denen sie unermüdlich im Sand nach Nahrungspartikeln suchen.
Ihr Körper ist hell gefärbt mit rötlichen Längsstreifen, der Kopf groß und gebogen.
Wissenswert: Obwohl sie wegen ihres grätenreichen Fleisches lange Zeit nicht als besonders edler Speisefisch galten, werden sie in den letzten Jahren dank ihres intensiven Geschmacks sogar in der Küche von Sternerestaurants verwendet.

Fluss-Schleimfisch (Blennius fluviatilis)
Schleimfische kann man in Spalten und kleinen Höhlen zwischen den Felsen beobachten, oft ganz in Küstennähe und im flachen Wasser, wo sie sich verstecken und nur den Kopf herausstrecken.
Trotz ihrer geringen Größe sind sie sehr „stur“: Sie verteidigen ihr Versteck und entfernen sich meist nicht weiter als ein paar Meter von ihrem Unterschlupf.
Sie wirken fast lustig, mit ihrem geschmeidigen Körper. Die häufigsten sind hellgelb oder braun; einige haben kleine, verzweigte Hörnchen auf dem Kopf.
Sie gehören zu den beliebtesten Fischen bei Kindern, die angeln, weil sie schnell anbeißen und farbenfroh sind.

chriftbarsch (Serranus scriba)
Der Schriftbarsch lebt vor allem zwischen Felsen, in Spalten und auf felsigem Meeresboden, oft in der Nähe von Posidonia-Seegraswiesen. Er bevorzugt Bereiche, in denen er sich schnell verstecken kann.
Sein Körper hat eine besondere Färbung mit braunen und weißen senkrechten Streifen sowie einem hellen Fleck am Bauch; die Schwanzflosse ist gelb und der Kopf zeigt gewellte blaue und orangefarbene Linien.
Er ernährt sich von kleinen Krebstieren, Würmern und Jungfischen. Häufig verharrt er reglos und schießt dann plötzlich nach vorne.
In vielen Teilen Italiens (und oft auch in Sardinien) wird der Schriftbarsch mit unterschiedlichen Namen bezeichnet.
Wusstest du schon? Man kann sagen, dass er ein Verwandter der Zackenbarsche ist!

Brauner Zackenbarsch (Epinephelus marginatus)
Der „sanfte Riese“ des Meeres. Es ist ein Fisch, der große Größen erreichen kann (über 50 kg); Körper und Kopf sind massig, die Brustflossen breit und werden mit langsamen, kreisenden Bewegungen bewegt. Er lebt in felsigen Lebensräumen.
Er bewegt sich langsam, kann aber bei Bedarf plötzlich beschleunigen und in scheinbar unmöglichen Felsspalten verschwinden.
Er ist standorttreu und hält sich meist in der Nähe seiner Höhle auf: Hat man sein Versteck einmal entdeckt, ist es leicht, ihn dort wiederzufinden. Beim Schnorcheln entlang felsiger Küsten kann man auch junge Exemplare in flachem Wasser beobachten, die an ihrer Färbung zu erkennen sind: braun mit gelblichen Flecken.
Eine Besonderheit: Zackenbarsche wechseln im Laufe ihres Lebens das Geschlecht – bei der Geburt sind sie weiblich und werden etwa im Alter von 10–12 Jahren zu Männchen.

Goldbrasse / Dorada (Sparus aurata)
Die Goldbrasse lebt küstennah auf sandigem oder felsigem Meeresboden sowie zwischen Posidonia-Seegraswiesen, wo sie ruhig und aufmerksam nach Nahrung sucht.
Sie hat einen ovalen, silbrig glänzenden Körper mit einem typischen goldenen Band zwischen den Augen und schimmernden Reflexen an den Flanken.
Sie ernährt sich von Muscheln, Krebstieren und kleinen Fischen und nutzt ihre kräftigen Zähne, um Schalen zu knacken.
Man kann sie schon wenige Dutzend Meter von der Küste entfernt beobachten, doch sie ist sehr misstrauisch und gilt deshalb als eine der „schlauesten“ Beutefische des Meeres!

Hornhecht (Belone belone)
Die Hornhechte leben nahe an der Wasseroberfläche, sowohl küstennah als auch im offenen Meer, oft in kleinen Gruppen.
Sie haben einen sehr langen und schlanken, silbrig glänzenden Körper sowie einen spitzen, nadelförmigen Schnabel, mit dem sie ihre Beute fangen. Sie ernähren sich vor allem von kleinen Fischen und Krebstieren.
Im Meer vor Tavolara sieht man häufig Fischer, die Hornhechte fangen, da sie in der Bucht sehr zahlreich sind. Anschließend werden sie oft als lebender Köder beim Hochseefischen verwendet.
Wissenswert: Sie sind extrem schnell und können bei der Flucht pfeilartig aus dem Wasser springen!

Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax)
Der Wolfsbarsch (auch Seebarsch genannt) gehört zu den am schwierigsten zu beobachtenden, obwohl er zu den häufigeren Fischarten zählt.
Man kann ihn vor allem über sandigem Meeresboden in einer Wassertiefe von mindestens 6–8 Metern sehen, wenn er scheinbar gleichgültig etwa einen Meter über dem Grund entlangzieht.
Sein Körper ist schlank und silbrig, mit dunklerem Rücken und eleganten Flossen. Er ernährt sich von kleinen Fischen, Garnelen und Kopffüßern.
Wissenswert: In Restaurants stammen etwa 99% der Wolfsbarsche und Goldbrassen aus Zuchtanlagen.

Seltener zu beobachtende Fischarten
Es gibt noch weitere Meeresfischarten, die jedoch nicht so leicht zu entdecken sind. Manchmal liegt es daran, dass sie nur saisonal vorkommen, ein anderes Mal daran, dass sie sehr scheu oder schwer zu erkennen sind. Gerade deshalb sollten wir uns beim Schnorcheln langsam bewegen, wissen, wo wir hinschauen müssen, und die besten Plätze auswählen. Lies weiter, um herauszufinden, wo man seltenere Arten beobachten kann.
Wenn du das Thema vertiefen möchtest, findest du weitere Informationen auf den offiziellen Seiten der AMP.
Gemeine Goldmakrele (Coryphaena hippurus)
Die Goldmakrele ist ein pelagischer Fisch, der im offenen Meer lebt, sich aber auch den Küsten nähert, oft unter treibenden Gegenständen oder Bojen, wo er Schutz und Nahrung findet.
Sie hat einen schlanken und kräftigen Körper, mit hohem Kopf und langer Rückenflosse. Ihre Farben sind spektakulär und reichen von Blaugrün bis Goldgelb.
Sie ernährt sich von kleinen Fischen und Tintenfischen; gegen September sieht man sie häufig zwischen vor Anker liegenden Booten hindurchschießen, während sie hektisch flüchtende Beutefische jagt.
Wissenswert: Sie wächst sehr schnell und ist eine äußerst schnelle Schwimmerin!

Roter Stechrochen (Dasyatis akajei)
Der Mittelmeer-Stechrochen lebt auf sandigem oder schlammigem Meeresboden, oft in Küstennähe, wo er sich tarnt, indem er sich mit einer dünnen Sandschicht bedeckt.
Er hat einen flachen, rautenförmigen Körper und einen langen, dünnen Schwanz.
Er ernährt sich von kleinen Fischen, Krebstieren und Muscheln, die er am Meeresboden aufspürt.
Wissenswert: Er kann lange regungslos bleiben und plötzlich losschnellen. Man sollte ihn jedoch mit Respekt beobachten, da sein Schwanz einen schmerzhaften Stich verursachen kann.

Barrakuda (Sphiraena sphiraena)
Der Barrakuda, der seit einigen Jahren aufgrund des steigenden Wasserspiegels und der höheren Temperaturen immer häufiger auch in unseren Meeren vorkommt, lebt in klaren Küstengewässern, oft in kleinen Gruppen.
Er hat einen langen, schlanken, silbrig glänzenden Körper, mit kräftigen Kiefern und gut sichtbaren Zähnen.
Im Mittelmeer bleibt er kleiner als seine Verwandten aus tropischen Gewässern.
Bei der Jagd kann man ihn manchmal reglos beobachten, bevor er plötzlich losschießt. Tatsächlich folgt er oft Fischschwärmen in einiger Entfernung.
Er gilt nicht als gefährlich.

Es sind keine Fische, aber…
Es sind keine Fische, sondern faszinierende Bewohner des Meeres!
Während einer Halbtages-Bootstour zwischen den Inseln kann man neben Fischen auch viele andere Meeresarten beobachten, wie Oktopusse, Sepien und Kalmare, die zu den Kopffüßern gehören – intelligente Tiere, die ihre Farbe verändern können.
Zwischen den Inseln ist es außerdem nicht selten, Meeressäuger wie Delfine zu sehen, die auf der Suche nach Nahrung umherziehen. Und wer aufmerksam schnorchelt, kann sogar Nacktschnecken entdecken: kleine, schalenlose Weichtiere mit unterschiedlichsten Farben und Formen.
Der Krake / Oktopus(Octopus vulgaris)
Der Oktopus lebt zwischen Felsen, in Spalten und in Posidonia-Seegraswiesen, wo er seine Höhle baut, indem er Muscheln und Steine am Eingang sammelt.
Er hat acht Arme mit äußerst kräftigen Saugnäpfen und einen weichen Körper, mit dem er sich in sehr enge Spalten zwängen kann.
Er ernährt sich von Krabben, Weichtieren und kleinen Fischen.
Obwohl er entlang der Küsten der Gallura weit verbreitet ist, ist er dank seiner perfekten Tarnung und weil er einen Großteil seines Lebens in seiner Höhle verbringt, nicht leicht zu entdecken. Er ist sehr intelligent und äußerst neugierig.

Gewöhnlicher Tintenfisch (Sepia officinalis)
Sepien leben auf sandigem und felsigem Meeresboden sowie in Posidonia-Seegraswiesen, wo sie sich perfekt tarnen, indem sie innerhalb weniger Augenblicke ihre Farbe verändern.
Sie haben einen ovalen Körper mit seitlichen Flossen und schnelle Tentakel, mit denen sie kleine Fische, Garnelen und Krebstiere fangen.
Sie beim Schwimmen zu beobachten ist ein echtes Naturschauspiel: Sie wirken sehr sympathisch und manchmal sogar gesellig. Im Winter nähern sie sich häufig der Küste, um ihre Eier abzulegen, die sie an Algen und untergetauchten Zweigen befestigen.
Wissenswert: Sie können Tinte ausstoßen, um Räuber zu verwirren und zu entkommen.

Großer Tümmler (Tursiops truncatus)
Der Große Tümmler ist die am häufigsten in Sardinien zu beobachtende Delfinart. Er lebt vor allem in klaren Küstengewässern, hält sich aber auch im offenen Meer auf.
Er hat einen kräftigen, grauen Körper mit dunklerem Rücken und eine kurze Schnauze und lebt in großen Familiengruppen.
Er ernährt sich von Fischen und Kopffüßern, und es ist nicht ungewöhnlich, ihn während einer Bootstour zu den Inseln bei der Jagd zusammen mit den Jungtieren zu beobachten.
Er ist sehr intelligent und verspielt und folgt oft den Booten, schwimmt neben ihnen und springt zwischen den Wellen.

Nacktkiemer (Nudibranchia)
Nacktschnecken sind kleine Meeresweichtiere ohne Schale, berühmt für ihre unglaublichen Farben und besonderen Formen, weshalb sie oft als „Schmetterlinge des Meeres“ bezeichnet werden.
In Sardinien kann man viele Arten beobachten: die Flabellina mit rosa- und violetten Farbtönen und federartigen Fortsätzen, die Hypselodoris mit intensiv blauer Färbung oder die Discodoris atromaculata, auch „Kuh-Nacktschnecke“ genannt, wegen ihres hellen Körpers mit schwarzen Flecken.
Sie leben zwischen Felsen und Posidonia-Seegraswiesen und bewegen sich langsam über den Meeresboden.

Wissenswertes über das Meeresleben von Tavolara, das nur wenige kennen
Fische ändern ihr Verhalten im Laufe des Tages
Die meisten Fische sind am Morgen aktiver und am Nachmittag ruhiger.
Es gibt jedoch einige Arten, die bei Sonnenuntergang aktiv werden und sich in geschickte und unermüdliche Nachtjäger verwandeln.
Den Meeresboden nachts mit einer Taschenlampe zu beobachten, kann überraschende Entdeckungen bereithalten: Fische, die aus dem Sand auftauchen, schnell umherziehende Muränen, kleine Krebstiere, die über den Grund laufen, und biolumineszierende Organismen.
Das Meer ist voller verborgener Details
Das Meer besteht nicht nur aus bunten Fischen, Schwämmen und farbenfrohen Algen, sondern auch aus vielen kleinen Details.
Mit etwas Geduld und einem guten Beobachtungssinn kann man wahre Wunder entdecken, die auf den ersten Blick unsichtbar bleiben: durchsichtige Garnelen, kleine bunte Krebse, winzige Fische mit farbigem Kopf wie der sogenannte „Peperoncino-Fisch“, zarte Algen mit besonderen Formen wie der „Meeres-Schirm“ und „Schnecken“ mit leuchtenden, fluoreszierenden Farben.
Fazit: Warum Schnorcheln in Tavolara ein Erlebnis ist, das man unbedingt machen sollte
Die Insel Tavolara zu erreichen ist relativ einfach, und ihr Meer ist ein einzigartiges Naturerbe, in dem die Natur eine überraschende Artenvielfalt bewahrt.
Hier wird Schnorcheln zu einem einfachen, entspannenden und für alle zugänglichen Erlebnis: Eine Maske und ein Schnorchel genügen, um eine faszinierende Unterwasserwelt voller Farben, Fische und eindrucksvoller Landschaften zu entdecken.
Um diese Erfahrung und diese Landschaften mit bequemen Booten, in ruhigem Tempo und ideal für Familien mit Kindern zu genießen, kannst du einen Blick auf unsere Bootsausflüge werfen.
Geschrieben von:

Simona Palamidesi
Biologa marina e skipper di Sole Sale Sardinia - Slow Boat Tour Experience
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